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Bericht Bayerische Mehrkampfmeisterschaften in Fürth am 22.02.2025


22.02.2025

Am vergangenen Samstag startete Lissy bei der Bayerischen Mehrkampfmeisterschaft in der Quelle Fürth Halle. Zwei Wochen nach der Deutschen wollte sie wissen, wie sie auf Landesebene steht. Schon fast heimisch auf dem blauen Tartan, ging sie als erstes über die 60-m-Hürden an den Start. Das Einlaufen über die Hindernisse klappte gut und so konnte sie gelassen in den schnellsten Lauf gehen. Nach einem verschlafenen Start kam sie immer besser in den Rhythmus und überquerte als zweite die Ziellinie. Obwohl die Sportlerin selbst das Gefühl hatte, es wäre ein langsamer Lauf gewesen, verbesserte sie ihre Bestzeit erneut um 4 Hunderstel. So machte sie gleich zu Beginn mit einer Zeit von 9,21 s ihren Anspruch auf die Medaillen klar.



Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es direkt vor den Augen der mitgereisten Fans in den Kugelstoßring. Viele Verbesserungstipps hagelte es von Dieter, weiteren Trainern und Mutter Ramona. Alicia konnte Vieles davon umsetzen und startete mit einer tollen Weite von 11,16 m. Diese konnte sie im nächsten Versuch noch um 20 cm steigern. „Diese Weite brauchst du nicht absichern!“, hieß es von hinter der Absperrung „riskiere und streck dich ganz durch.“ Etwas unsicher, ob das der richtige Weg war, begab Lissy sich zum dritten Mal in den Ring. Aber sie setzte den Hinweis um, legte wesentlich mehr Power in den Stoß und wurde promt mit einer Bestleistung und 11,80 m belohnt. Sie unterstrich damit ihren Anspruch auf den zweiten Platz.



Im folgenden Hochsprung wollte sei die Führende attackieren, da dies ihre vermeintlich schwächste Disziplin war. Beim Einspringen mussten die Athletinnen auf die Läuferinnen der W15 Acht geben, da sie schon ihre 800 m liefen. Auch mit den Höhen ging es durcheinander, so ging Alicia ohne gelungenen Probesprung in den Wettkampf. Das bereitete Dieter schon Kopfzerbrechen. Promt fiel die Latte schon bei der Einstiegshöhe von 1,42 m. Ratlose Gesichter hinter der Absperrung und auf dem Platz. Wie konnte das sein? Glücklicherweise war der zweite Versuch gültig und die Erleichterung war allen anzumerken. Auch bei den folgenden Höhen stimmte die Technik hinten und vorne nicht. Zu nah an der Latte, Hintern zu stark hängen lassen oder der Absprung zu schwach. Bei 1,51 m war diesmal Schluß – große Enttäuschung bei der Athletin. Zumal sie den Abstand zur Führenden Enea Kujath wettmachen wollte.



Es blieb wenig Zeit bis zum Weitsprung. Aufmunternde Worte der Fans vor Ort und am Handy. Mit einem gequälten Gesichtsausdruck ging Lissy zum Einspringen. Ihr Rücken schmerzte und auch die Muskulatur am Schienbein bereitete ihr Probleme. Um keinen ungültigen ersten Versuch zu riskieren, der zusätzlich Druck verursacht hätte, ging sie im Anlauf sicherheitshalber eine Fußlänge zurück. Diese Länge verschenkte sie jedoch im ersten Anlauf und landete so bei 5,02 m. Ein solider Sprung, aber Lissy wollte mehr. Dieter konnte sich auf die Kontinuität im Anlauf verlassen und ließ ihre Anlaufmarke wieder weiter nach vorne kleben. Der Rücken zwickte, was sich im Anlauf bemerkbar machte. Sie war nicht so dynamisch und konnte keine bessere Weite erzielen. Für den letzten Versuch hieß es „Alles, oder nichts!“ Anlauf noch einmal verkürzen, eine kurze Rückenmassage und dann noch einmal alles geben. Dieters Jubelschrei war durch die ganze Quelle-Halle zu hören noch bevor die Weite angesagt wurde. Mit 5,31 m waren alle mehr als zufrieden. Und Alicia hielt sich kontinuierlich auf Rang 2.



Völlig ungewohnt stellte sich die Situation vor den 800 m dar. Die erste war nicht mehr einzuholen. Auf die drittplatzierte hatte Lissy einen komfortablen Vorsprung. So hieß es einfach die vier Runden überstehen, die Zeit war nahezu egal. Das neue Asthmaspray wirkte auch nicht so wie erhofft und sie musste sich richtig durchbeissen. Da andere noch um bessere Plätze kämpften, bekam sie des öfteren Ellbogen zu spüren und musste sich Rangeleien gefallen lassen. Erschöpft kam sie ins Ziel. Mit der Zeit von 2:48,68 Min war sie absolut unzufrieden. Doch sie hielt den zweiten Rang und durfte sich über die Silbermedaille freuen. Im Nachhinein zeigte sich unsere Höchstädterin mit ihrem Wettkampf zufrieden – zumindest unter diesen Vorraussetzungen.

Herzlichen Glückwunsch!!