18.01.2025
Alicia reiste am
letzten Wochenende zum ersten Formtest unter Wettkampfbedingungen
in die Quelle-Halle nach Fürth. Zuerst ging sie über die 60
m flach an den Start. Hier sollte sie versuchen die im Kader
neu erlernte Sprinttechnik möglichst über die ganze Distanz
umzusetzen. Wie gut ihr das gelang, bewies sie mit der Verbesserung
ihrer Bestzeit auf 8,39 s.
Als nächstes stand die Hürdenstrecke auf dem Programm. Der
letzte Probedurchgang aus dem Startblock über die ersten zwei
Hindernisse gelang in bllitzsauberer Technik. Der Start gelang
gut, alle Konkurentinnen gingen beinahe gleichzeitig über die
erste Hürde. Lissy konnte sich beim Zieleinlauf noch an der
stark eingeschätzten Tamika Okoro vorbeischieben. Mit einer
Zeit von 9,39 s knapp an ihrer Bestleistung sicherte sich sich
die Bronzemedaille.
Zum Abschluß trat sie noch im Weitsprung an. Diesmal startete
sie bei der U20, da ein Tanzauftritt am Abend das Zeitfenster
vorgab. Schon im ersten Versuch übertraf sie die 5-m-Marke und
zauberte mit ihren 5,08 m ihrem Trainer Dieter ein Lächelns
ins Gesicht. Bei den folgenden Sprüngen fehlte die Spritzigkeit
im Anlauf, so dass auch eine Verbesserung der Technik keine
größere Weite brachte. Im vierten Versuch hatte Lissy nichts
zu verlieren und so sollte sie die noch in den Kinderschuhen
steckende Laufsprungtechnik ausprobieren. Ein dynamischer Anlauf
und der gute Absprung brachten ihr eine Verbesserung auf 5,16
m ein, obwohl der „Lauf in der Luft“ zeitlich noch nicht ganz
passte. Damit kam sie in der U20 auf den 5. Platz. In ihrer
Altersklasse hätte das Rang 2 bedeutet und das als Mehrkämpferin.
Herzlichen Glückwunsch, Lissy!
Marie-Luise reiste am Sonntag an, um sich
mit der nordbayerischen Konkurrenz in den Disziplinen Hürden,
Sprint und Weitsprung zu messen. Auch für sie galt, mal schauen,
was nach dem anstrengenden Wintertraining so geht. Zuerst
stand die Hürdenstrecke auf dem Plan. Marie war gut drauf und
bewies das mit einer Zeit von 11,73 s. Damit blieb sie noch
2 Hundertstel über ihrer bisherigen Bestleistung. Anschließend
ging sie für die Sprintstrecke über 60 m an den Start. Auf die
Plätze - fertig - Schuß - Marie schoss wie ein Pfeil aus den
Blöcken. Sie legte einen klasse Sprint auf die Bahn und kam
auch über die flache Strecke nahe an ihre Bestzeit heran. Mit
9,29 s konnte sie beim ersten Wettkampf des Jahres durchaus
zufrieden sein.
Rückblickend würde Dieter den Weitsprung
als erfolgreichste Disziplin des Tages herausstellen. Obwohl
das Einspringen nicht gelingen wollte - keiner der drei Probesprünge
wäre gültig gewesen. Die Lotterie begann! Marie traf im ersten
Versuch das Brett genau, sie verschenkte keinen Zentimeter und
wurde mit der persönlichen Bestleistung von 4,51 m belohnt.
Auch die weiteren Anläufe passten perfekt, Marie traf das Brett
exakt und zeigte tolle Sprünge. Mit 4,45 m und einer weiteren
Steigerung auf 4,60 m unterstrich sie ihre gute Form. Die Teilnahme
im Endkampf der besten 8 blieb ihr im riesigen Starterfeld von
40 Mädchen verwehrt. Aber sie erkämpfte sich mit dieser tollen
Serie einen sehr achtbaren 10 Rang. Herzlichen Glückwunsch,
Marie!
Beim 3. Tag der Meisterschaft traten
Felix und Lissy im Kugelstoß
und im Hochsprung an, Marie im Kugelstoß.
Nach einem Auftritt mit der Garde und einer entsprechend kurzen
Nacht, stieg Lissy als erstes in den Wettkampf ein. Der Hochsprung
war ihre erste Disziplin. Mit der Einstiegshöhe von 1,40 m ging
sie auf Nummer sicher und überwand diese Höhe auch im ersten
Versuch. Schon bei 1,45 m patzte sie zweimal und musste sich
im letzten Anlauf sehr konzentrieren, um die Vorgaben von Dieter
besser umzusetzen. Sehr erleichtert ging sie nach einem gelungenen
Versuch von der Matte, denn mit der vorherigen Höhe wäre sie
nicht zufrieden gewesen. Auch 1,50 m schaffte sie, doch die
nächste Aufgabe war an diesem Tag zu viel. Somit wurde sie Dritte.
Nach einer längeren Pause ging Lissy in
den Kugelstoßring, wo sie als Favoritin gemeldet war. Mit einem
Stoß über die 10-m-Marke zum Einstieg war sie erst einmal zufrieden.
Bis auf einen Versuch gelang ihr das auch bei den weiteren fünf
Stößen. Im dritten konnte sie sich sogar auf 10,78 m steigern
und sicherte sich damit die Meisterschaft. Obwohl sie gerne
auch die 11-m-Grenze übertroffen hätte, zeigte Lissy sich mit
diesem Wettkampf zufrieden.
Felix begann seinen Tag im Kugelstoßring.
Zum ersten Mal mit der schwereren 4-kg-Kugel. Gleich im ersten
Versuch stieß er eine Bestleistung von 6,39 m, obwohl die Kugel
ein Kilo schwerer war, landete sie 40 cm weiter als je zuvor.
Mit Weiten von 6,94 m und 7,58 m setze er den Aufwärtstrend
fort und sicherte sich weitere drei Versuche im Endkampf. Auch
diese waren alle über 7 m, womit er zeigte, dass sich das Wintertraining
gelohnt hatte. Obwohl er selbst mit dieser Leistung nicht ganz
zufrieden war, darf er sich über den 5. Platz freuen.
Beim Hochsprung stellte bereits die Einstiegshöhe eine Herausforderung
dar. Mit 1,40 m musste er zu Beginn gleich seine Bestleistung
einstellen. Probleme mit dem Anlauf und ein anderer Springer,
der zunächst an seiner Stelle sprang, sorgten für Unsicherheit.
So musste er nach drei ungültigen Versuchen mit einem sogenannten
„Salto nullo“ enttäuscht die Wettkampfstätte verlassen. Auch
das gehört zu den Erfahrungen eines Leichtathleten dazu. Nächstes
mal läuft es bestimmt wieder besser.
Marie begann ihren Wettkampf erst als die
beiden Geschwister schon mit ihren Disziplinen durch waren.
Kurzfristig wurde ihr Wettbewerb nach vorne verlegt, aber sie
war trotzdem gut in der Zeit beim Aufwärmen. Mit der Weite von
7,45 m im ersten Versuch war Marie nicht zufrieden. Dafür legte
sie im nächsten Stoß deutlich zu und die Kugel landete nur einige
Zentimeter unter ihrer Bestleistung bei 8,44 m. Doch sie wollte
mehr, vielleicht zu viel. Zwei weitere Versuche landeten knapp
unter 8 m. Marie war sichtlich enttäuscht. Doch Dieter konnte
sie wieder aufbauen. Sie überwand ihre Schwächephase und schloss
den Wettkampf mit Verbesserung auf 8,53 m ab, was für sie den
7. Platz in einer starken Konkurrenz bedeutete.
Für den ersten Test im Jahr 2025 war unser Trainer Dieter
mit allen Leistungen zufrieden, auch wenn die drei Sportler
diese Meinung nicht sofort teilen konnten. Mit weiteren Technikeinheiten
und Schnelligkeitstraining ist noch viel zu erreichen und wir
freuen uns auf eine spannende und erfolgreiche Saison.
Herzlichen Glückwunsch an alle drei Athleten!!
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