04.05.2024
Wie beim
Mehrkampf üblich, sammeln die Athleten in einzelnen Disziplinen
Punkte, um am Ende einen Gesamtsieger zu ermitteln.
Am
Vormittag gingen mit Finn Fröber, Theo Zinßer, Karla
Hermer und Felina Leupold vier TGler
an den Start. Bei den drei ersten wurden Ranglistenpunkte vergeben,
d. h. für einen ersten Rang 1 Punkt, für einen zweiten Rang
2 Punkte, usw. Wer am Ende die wenigsten Punkte erreicht, gewinnt
den Wettbewerb.
Unserem jüngsten Starter, Finn,
räumten wir gute Chancen auf einen vorderen Platz ein. Er zeigte
sich von seiner guten, aber auch leicht schüchternen Seite.
Obwohl er durch die Aufregung der ersten „Oberfränkischen“ etwas
verkrampft an den Start ging, sprintete er auf den dritten Rang
(7,43 s), sprang auf den vierten Rang (2,73 m) und warf sich
in seiner Paradedisziplin ganz nach oben (24,50 m – Rang 1).
Mit seinen 8 Ranglistenpunkten errichte er den dritten Platz
und erhielt den verdienten Lohn seiner Leistungen. Wir Trainer
sind der Meinung, dass noch viel mehr möglich ist, wenn er etwas
erfahrener und lockerer in den Wettkampf geht.
Theo Zinßer konnte sich im Vergleich zum
letzten Jahr deutlich steigern. Er sprintete in 7,66 s über
die 40-m-Hindernis und erhielt dafür 8 Ranglistenpunkte (2023:
8,37 s – 4 P.). Im Weitsprung sammelte er wie im Jahr zuvor
3 Punkte mit einer Weite von 2,98 m (2023: 2,62 m) und im Wurf
4 Punkte mit 21,50 m (2023: 16,50 m). Damit hat er sich trotz
starker Konkurrenz achtbar aus der Affäre gezogen. Mit seinen
15 Ranglistenpunkten landete er auf dem sprichwörtlich undankbaren
vierten Platz. Aber bei diesem starken Teilnehmerfeld muss man
sich erst einmal behaupten.
Karla Hermer ging mit großen Zielen an
den Start bei den Oberfränkischen. Konnte sie doch letztes Jahr
mit ihrem vierten Platz keine Medaille mit nach Hause nehmen.
Sie steigerte ihre 40-m-Zeit von 8,41 s auf 7,13 s und reihte
sich damit auf Rang 4 ein. Die Zweite und Dritte waren nur einen
Hauch schneller mit 7,11 s und 7,12 s. Auch im Ballwurf konnte
sie sich toll steigern und holte mit 16,50 m (2023: 10,00 m)
3 Punkte. Sie überraschte sich selbst, mit ihren ersten 3-m-Sprung
und erhielt für 3,00 m im Weitsprung (2023: 2,61 m) 2 Punkte.
So schloss sie den Wettkampf mit dem Gewinn der Vizemeisterschaft
ab und freute sich riesig über ihre Silbermedaille!
Bei Felina in der U12 gibt es schon die
normale Punktewertung, bei der alle Leistungen in Punkte umgerechnet
werden und die Athleten möglichst viele Punkte holen müssen.
Sie befand sich wieder im größten Starterfeld mit 20 Athletinnen.
Auch sie konnte ihre Sprintzeit über 50 m noch einmal steigern
auf 9,41 s. Im Weitsprung schloss sie ebenfalls mit einer besseren
Weite ab als beim Trainingswettkampf am vergangenen Mittwoch
– 2,95 m. Das Highlight setzte sie mit ihrem Ballwurf auf 22
m. Hier hat sie ihre Trainingsleistung zu unserer Zufriedenheit
in den Wettkampf rübergebracht. Diese Weite konnten nur 2 Teilnehmerinnen
in der W10 übertreffen. Mit ihrem 10 Platz lag sie in der Endabrechnung
genau in der Mitte des Feldes.
Alles in allem, darf man sagen, dass sich unsere Athleten
und Athletinnen in oberfränkischen Bereich nicht verstecken
müssen. Sie können mit hoch erhobenem Kopf aus diesem Tag gehen.
Am Nachmittag fanden die oberfränkischen Block-Mehrkampf-Meisterschaften
statt. Dabei sammeln die Athleten in 5 Disziplinen Punkte.
Mit Felix Hermer und Marie-Luise
Beck stellten sich zwei aussichtsreiche Athleten der
oberfränkischen Konkurrenz.
Felix hatte
gut trainiert und ging motiviert an den Start der 60 m Hürden.
In dieser technisch anspruchsvollen Disziplin konnte er gleich
seine erste Bestleistung des Tages aufstellen: 11,56 s (2023:
12,34 s) bescherten ihm die Führung im Block Sprint/Sprung.
Doch bereits nach der ersten Disziplin meldete sich die Wachstumsfuge
und er hatte Schmerzen im Fuß. Da die Sprintdisziplinen bisher
alle im Verzug waren, musste er sofort weiter zum Hochsprung.
Hier stieg er später ein als die Konkurrenz, meisterte viele
Höhen im ersten Versuch und erzielte sogar eine weitere persönliche
Bestleistung: 1,38 m. Es blieb kaum Zeit dem schmerzenden Fuß
etwas Ruhe zu gönnen, der Sprint über die 75 m stand an. Auch
hier fiel die alte Bestmarke und Felix beeindruckte mit 10,90
s. Allerdings blieb er mit schmerzverzerrtem Gesicht hinter
dem Ziel sitzen. Alle anderen Athleten waren schon beim Einspringen
an der Weitsprunggrube. Sportwart Jürgen Grießhammer erkundigte
sich sogar via Handy, ob Felix springen würde. Angesichts der
drängenden Zeit fiel die Entscheidung: Felix verzichtete auf
das Einspringen und setzte alles auf den ersten Sprung. Glücklicherweise
war dieser gültig. Zwar schenkte er circa 30 cm her, landete
aber dennoch bei einer respektablen Weite von 4,13 m. Er ließ
die weiteren Sprünge streichen, um sich für den abschließenden
Speerwurf etwas zu regenerieren. Eigentlich sollte er aus dem
Stand werfen, er wollte allerdings mehr. Den etwas verhaltenen
Anlauf machte er durch einen tollen Armzug wett und warf gleich
im ersten Versuch 22,85 m (2023: 16,70 m). Er sammelte in jeder
Disziplin mehr Punkte als die Konkurrenz und gewann mit 2.041
Punkten die Goldmedaille. Sein Durchhaltevermögen wurde mit
dem Oberfränkischen Titel belohnt!
Marie-Luise startete im Block Wurf und
zeigte wiederum ihr bestes Gesicht. Es war ihr dritter Wettkampf
innerhalb einer Woche, wobei auch noch Trainingseinheiten anstanden.
Trotzdem motivierte sie sich und zeigte sowohl über die 100
m (15,75 s), als auch über 80 m Hürden (15,90 s) ansprechende
Leistungen. Diese sind umso höher einzuschätzen, da auch sie
mit langen Wartezeiten an der Startlinie zurechtkommen musste.
Außerdem führten die Verzögerungen dazu, dass sie vor dem Kugelstoß
nicht ihr gewohntes Aufwärmprogramm absolvieren konnte, sondern
sich im Schnelldurchlauf vorbereiten musste. Dennoch gelang
ihr hier der Coup, indem sie ihre Bestleistung vom Mittwoch
gleich nochmals um 30 cm verbesserte und 8,70 m in die Wertung
einbrachte. Im Weitsprung mit 4,36 m und im Diskuswerfen mit
19,90 m blieb sie jeweils nur knapp hinter ihren Bestleistungen,
die sie dieses Jahr bereits aufgestellt hatte. Ein Wunder bei
diesem Mammutprogramm! Sie bewies ihren starken Willen und verdankte
es ihrer kämpferischen Einstellung, dass auch sie sich diesen
Tag vergoldete. Sie erzielte in vier von fünf Disziplinen die
beste Punktzahl innerhalb der oberfränkischen Konkurrenz und
gewann damit verdient den Titel mit 2089 Punkten.
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