13.05.2023
Am Vormittag
waren die jüngsten Athleten an der Reihe, um sich im Dreikampf
zu messen. Hier trat die TG Höchstädt mit fünf Startern im Hofer
Stadion an der Ossecker Straße an. Sie zeigten alle wieder prima
Leistungen.
In der W08 konnte Karla Hermer ihre Wurfleistung
auf 11 m steigern, was ihr im starken oberfränkischen Feld allerdings
„nur“ Rang 5 einbrachte. Schon ein halber Meter mehr hätte einen
Rang besser bedeutet. Im Sprint über die Minihürden musste sie
sich nach 8,64 s ebenso knapp auf Platz 4 verweisen lassen.
Im Weitsprung zeigte sie dann ihre Stärke und sprang die beste
Weite. In der Gesamtwertung landete sie damit auf Platz 4, nur
einen Punkt hinter einem Treppchenplatz. Mit einem halben Meter
mehr im Ballwurf wäre sie auch auf Platz 3 gelandet.
Bei den ein Jahr älteren Mädchen konnten sowohl Anna Schöffel
als auch Felina Leupold ihre Sprintleistungen über 40 m deutlich
verbessern. Und das, obwohl sie mit Gegenwind zu kämpfen hatten.
Anna konnte auch im Ballwurf noch einen Meter anhängen (9,50
m) und ihre Weitsprungleistung (2,65 m) aus Naila bestätigen.
In einem großen und leistungsstarken Teilnehmerfeld bedeutete
das einen 12. Platz bei den Bezirksmeisterschaften. Felina lief
zum ersten Mal unter 8 Sekunden (7,93 s) und zeigte auch im
Ballwurf eine solide Leistung (10 m). Besonders stark waren
ihre 2,89 m im Weitsprung, was ihr einen 4. Rang einbrachte.
Insgesamt erreichte sie in diesem Wettbewerb einen beachtlichen
7. Platz. Johanna Eckelt, die in Naila nicht dabei sein konnte,
sprintete ebenfalls unter 8 Sekunden (7,99 s). Im Weitsprung
klappte es super und so standen am Ende 2,67 m zu Buche. Im
Wurf überraschte sie mit 10,50 m. So weit ging es im Training
nur selten. So konnte sie sich über einen guten 10. Platz freuen.
Besonders gut lief es für Theo Zinßer in der M08. Bereits
mit dem Sprint platzierte es sich mit einer Zeit von 8,37 s
auf Rang 4 im großen Teilnehmerfeld. Noch besser lief es dann
im Weitsprung: Er bestätigte sein Leistungsvermögen mit 2,62
m und der drittbesten Weite seiner Alterklasse in Oberfranken.
Damit lag er gemeinsam mit einem Konkurrenten auf dem 3. Platz.
Der abschließende Ballwurf sollte die Entscheidung bringen.
Nach hervorragenden Trainingsleistungen setzte er sich wohl
selbst etwas unter Druck. Der Ball wollte diesmal nicht über
die 20-m-Marke fliegen. Er zeigte dennoch eine klasse Weite
von 16,50 m. Lediglich zwei andere Jungen konnten das überbieten.
So landete er auch in der Gesamtwertung auf Platz 3 und konnte
sich über die Bronzemedaille freuen.
Am Nachmittag kamen die Großen an die Reihe. Sie konnten
aus drei verschiedenen Blockwettkämpfen auswählen. Unsere drei
Athleten wählten alle den Block „Sprint/Sprung“ und traten so
in den Disziplinen Weitsprung, Sprint, Hürden, Hochsprung und
Speerwurf an.
Für Felix Hermer bedeutete das gleich
zwei Debüts: Zum ersten Mal ging er über die 60-m-Hürden an
den Start. Obwohl er an der ersten Hürde etwas aus dem Tritt
kam, legte er mit 12,34 s promt die beste Zeit aller Oberfranken
hin. Durch zeitliche Verzögerungen bei der ersten Disziplin
kam einige Hektik im weiteren Verlauf des Wettkampfs auf. Trotzdem
konnte Felix beim Hochsprung eine solide Höhe von 1,26 m im
Hochsprung erreichen. Sofort ging es über die 75 m in die Startblöcke.
In einem harten Rennen auf der Innenbahn mit starkem Gegenwind
bewies er Stehvermögen und holte sich mit einer Zeit von 11,27
s auch hier die meisten Punkte. Weiter zum Weitsprung, Anlauf
ausmessen, einspringen. Trotz Rückenwind war Felix mit seiner
ersten Weite nicht zufrieden, 3,69 m für ihn zu wenig. Erst
im dritten und letzten Versuch stand die 4 vor dem Komma und
es standen 4,04 m zu Buche. Die Enttäuschung und Anstrengungen
der bereits absolvierten vier Disziplinen in den Knochen stellte
er sich einem weiteren neuen Gerät, dem Speer. Reichlich nervös
trat er an, warf und konnte mit dem ersten Versuch ganz zufrieden
sein. Knapp 14 m hatte er erreicht. Jeder weitere Wurf bracht
eine Verbesserung und so konnte er den Wettkampf mit 16,70 m
beenden. Mit 1.807 Zählern holte er sich die Goldmedaille.
Auch Marie-Luise startete über die Hürdenstrecke in den
Wettkampf und musste lange warten bis die Probleme am Start
behoben waren. Sie zeigte jedoch keine Nerven und legte das
Rennen ihres Lebens hin. Trotz Gegenwind überquerte sie die
Ziellinie nach 11,91 s und war damit eine halbe Sekunde schneller
als je zuvor. Trainer Dieter ließ sich nach einem blitzsauberen
Rennen zu einem spontanen Applaus hinreißen. Im anschließenden
Weitsprung zeigte sie ihre gute Form und blieb mit 4,24 m nur
knapp unter ihrer persönlichen Bestleistung. Ebenso im Sprint,
wo sie mit 11,13 s wertvolle Zähler sammeln konnte. Auch im
Speerwurf bereitete der Wind vielen Athletinnen Probleme. Mary-Lu
allerdings warf unter den Augen des Landeswurftrainers die beste
Weite der Konkurrenz. 20,44 m bedeuteten eine neue persönliche
Bestleistung. Im abschließenden Hochsprung startete sie mit
einem Fehlversuch in den Wettbewerb. Glücklicherweise fing sie
sich schnell wieder und überquerte in den ihre Einstiegshöhe
und die folgenden Höhen im ersten Versuch. Die schwierigen Verhältnisse
und der lange Wettkampftag forderten ihren Tribut und so musste
sich Marie mit 1,24 m zufrieden geben. Mit einer Gesamtpunktzahl
von 2055 sicherte sie sich die oberfränkische Vizemeisterschaft.
Alicia Hermer ging zum letzten Mal in einem Blockwettkampf
an den Start. Im kommenden Jahr wird dieser für ihre Altersklasse
nicht mehr angeboten. Unterstützt von ihrer französischen Austauschpartnerin
begann sie den Wettkampf über die Hürden. Auch sie haderte mit
der Verzögerung am Start. Angesichts des starken Gegenwinds
von 2,5 m/s konnte sie mit ihrer Zeit von 13,30 s durchaus zufrieden
sein, zumal sie einen Vorsprung von mehr als 2 Sekunden auf
die zweitschnellste Läuferin hatte. Auch im anschließenden Hochsprung
schaffte sie die beste Höhe, bei 1,42 m brach Trainer Dieter
allerdings ab, um rechtzeitig und in Ruhe zum Start über die
100 m zu kommen. Der Wind blies den Sprinterinnen weiterhin
mit unverminderter Stärke ins Gesicht und Lissy gewann zwar
ihren Lauf, war aber mit der Zeit von 14,13 s alles andere als
zufrieden. Kaum im Ziel ging es schon zum Speerwurf. Nicht einmal
die neuen Spikes konnte sie mehr anziehen. Obwohl sie mit dem
Einwerfen ganz zufrieden war, landete der erste Wurf bereits
bei 17,97 m. Die Bestleistung aus dem Vorjahr liegt knapp 10
m höher. Der einsetzende Regen und das fehlende Außentraining
machten sich bemerkbar. Im zweiten Versuch lies sie das Gerät
auf 23,54 m fliegen, was sie auch nicht mehr übertreffen konnte.
Für den abschließenden Weitsprung hieß es nun die Enttäuschungen
des Tages abzuschütteln und sich wieder zu konzentrieren. Nach
einem Sprung mit 4,57 m und einem unglültigen Versuch, übertraf
sie schließlich die 5-Meter-Marke und wurde vom Stadionsprecher
für ihre 5,03 m gelobt. Mit 2427 Punkten und einem Vorsprung
von 370 Zählern holte sie sich die Oberfränkische Meisterschaft.
Das Trainergespann Ramona und Dieter freute sich mit
den Sportlern über 1 x Bronze, 1 x Silber, 2 x Gold und viele
tolle Leistungen bei der Oberfränkischen Meisterschaft! Herzlichen
Glückwunsch an alle!!
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