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Bayerische Hallenmeisterschaft am
11.02.2023 in München
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11.02.2023
Lissys Wunsch
einmal in der Werner-von-Linde-Halle zu starten ging am Samstag
in Erfüllung. Angereist mit drei Qualis startete sie über 60m
Hürden, 60m flach und im Weitsprung auf der Bayerischen Hallenmeisterschaft
in München. Los ging es mit der Hürdenstrecke. Lissy wurde
in den 1. Lauf gesetzt, in dem auch die schnellste gemeldete
Teilnehmerin startete. Hochmotiviert ging sie an den Startblock
und steigerte gleich zum Auftakt ihre Bestleistung um gute zwei
Zehntel auf 9,49 s. Damit sicherte sie sich den zweiten Platz
in diesen Lauf. Auch in den folgenden drei Vorläufe konnten
sich nur noch fünf der 30 Sprinterinnen vor Alicia schieben.
So erreichte sie unerwartet das A-Finale der besten acht Bayerns!
Eineinhalb Stunden später trat sie erneut über diese Strecke
an die Startblöcke. Sie legte einen guten Start hin, zeigte
über die ersten drei Hindernisse eine blitzsaubere Technik,
wollte die vierte Hürde noch etwas flacher überqueren und knallte
hier laut hörbar gegen die Latte. Nach kurzem Sträuchern hatte
sie sich wieder im Griff und brachte den Lauf souverän zu Ende.
Trotz des Zeitverlust stoppte die Uhr für sie bei knapp über
zehn Sekunden, was für die Schnelligkeit der ersten Hälfte spricht.
Auch wenn die Athletin selbst mit dem Hürdenknaller hadert,
verbuchte Trainer Dieter allein die Finalteilnahme, aber auch
die Zeit aus dem Vorlauf als Riesenerfolg. Als nächstes
standen die 60m ohne Hindernisse auf dem Programm. Lissys gemeldete
Zeit befand sich im Mittelfeld der 60 (!) angereisten Sprinterinnen.
Zum dritten Mal an diesem Tag trat sie an den Startblock, diesmal
schon merklich routinierter. Hier rechnete niemand mit dem Erreichen
der beiden Finalläufe. Um so erfreulicher war die Steigerung
der persönlichen Bestleistung auf 8,48 s. Nun meldete sich allerdings
das lädierte Knie. So wurde ein Eisbeutel drauf gepackt und
dem Bein etwas Ruhe gegönnt. Am Ende eines langen Wettkampftages
stand allerdings noch Lissys Lieblingsdisziplin auf dem Zeitplan.
Erneut Aufwärmen, dann ging es zum Einspringen an die Weitsprunggrube.
Der erste Probesprung war übertreten, der zweite Anlauf passte.
Beim ersten Anlauf im Wettkampf hingegen fehlte die Spritzigkeit
und Lissy verschenkte wertvolle Zentimeter. Mit 4,88 m war sie
alles andere als zufrieden. Doch auch die nächsten beiden Versuche
sollten keine Verbesserung bringen. Wie ihr erging es einigen
der anderen Athletinnen. Sie konnten ebenfalls nicht an ihre
Leistungen aus früheren Wettkämpfen anknüpfen. Lissy erreichte
mit der viertbesten Weite den Endkampf der besten acht. Nun
waren die Fans zu Hause an den Handys gefragt. Mit aufmunternden
Nachrichten, Emojis und sogar Anfeuerungsrufen via Sprachnachricht
gaben sie ihr Bestes. Im fünften Versuch gelang ihr endlich
ein Sprung mit der ersehnten 5 vor dem Komma. Nun schöpfte sie
neuen Mut und legte noch einmal alle Kraft in den sechsten und
letzten Versuch. Dieser Sprung entlockte auch dem Landestrainer
ein anerkennend Nicken. Leider traf sie das Brett nicht und
verschenkte erneut die wichtigen Zentimeter. So blieb ihr der
undankbare vierte Platz. Doch auch dieser ist auf einer Bayerischen
durchaus respektabel.
Ein langer Tag in aufregender
Atmosphäre und kleineren Rückschlägen ging so erfolgreich zu
Ende. Wir freuen uns schon auf den nächsten Auftritt unserer
Sportler.
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